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20180720_092941Wir waren auf Fototour am Ammersee, da gehen wir jedes Jahr hin. Mal im Frühling, mal im Winter und immer gibt es so viel zu sehen! Jetzt ist es natürlich kalt, aber mit Schal und Mütze und Handschuh ist es erträglich.

Südwestlich von München gibt es zwei größere Seen: den Starnberger See und den Ammersee. Beide Seen sind Relikte der Eiszeit und gehen auf den Loisach-Gletscher zurück. Wenn man von München kommt, erreicht man zuerst den Starnberger See, er wurde bis 1962 "Würmsee" genannt nach dem Flüsschen, das ihn im Norden verlässt.

Und in den Ammersee fließt die Ammer rein und die Amper raus oder umgekehrt?

Das stimmt schon: die Ammer fließt am Südende in den See und die Amper am Nordende wieder hinaus.

Die Ammer hat ihren Ursprung in den Wiesen am Fuß der Ammergauer Alpen, genauer an der Ettaler Mühle. Eine richtige Quelle gibt es nicht, nur viele, viele Quelltöpfe und Bächlein, die sich irgendwann zur Kleinen Ammer vereinigen.

Die Ammer fließt bei Vorderfischen in der Gemeinde Pähl am Südende des Ammersees in den See. Die Amper verlässt den Ammersee bei Stegen am Nordende und mündet bei Wang nördlich von Moosburg in die Isar. Ammer und Amper lassen sich komplett über den Ammer-Amper-Radweg “beradeln” – wobei die Strecke von Dachau bis Moosburg die schönste ist.

Dann merke ich mir: die Ammergauer Alpen im Süden und Ampermoos im Norden. Ammer von Süden rein und Amper im Norden raus.

IMG_0575Das Ammersee-Südende ist eine Vogelfreistätte, ein Vogelschutzgebiet. Entlang der Ammer kann man bis zum See wandern und mit etwas Glück auch Besonderheiten dort sehen. Wir konnten schon Eisvögel, Wasseramseln, Nachtreiher und im Mai 2016 diesen Stelzenläufer dort bewundern!

IMG_0593Aber auch ohne Highlights ist der kurze Spaziergang vom Parkplatz zum See immer lohnenswert. Blau- und Kohlmeisen, Erlenzeisige und Buntspechte, Kleiber und Raubwürger – viele Kleinvögel tummeln sich auch im Winter in den Bäumen links und rechts des Weges. Auch ein Blick auf die angrenzenden Wiesen lohnt sich immer!

Auf dem See gibt es Reiher-, Tafel- und Kolbenenten, Flussseeschwalben, Schwäne, Gänse, Haubentaucher und Gänsesäger und viele andere. Fernglas nicht vergessen!

Der Spaziergang ist zu jeder Jahreszeit schön: ob im Dezember oder Mai, im Januar oder September, es gibt immer etwas zu entdecken.

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DSC00927Ammersee Südufer

Der Biber fühlt sich hier mittlerweile sehr wohl und hinterlässt seine Spuren. Angespitzte und umgefallene Bäume sind überall zu sehen; mittlerweile müssen besonders wertvolle Weichhölzer durch Maschendraht-Manschetten geschützt werden vor dem eifrigen Baumeister. Man sieht auch seine Übergänge von der Ammer zum See – überall hat er sich Rutschbahnen und Pfade angelegt.

Am besten zu erreichen ist das Südende bei Vorderfischen. Von Vorderfischen nach Westen auf der Dießener Straße fahren, bis man die Brücke über die Ammer sieht. Dann gibt es auf der linken Seite einen Wanderparkplatz. Vom Parkplatz aus überquert man die Straße (Aufpassen! Direkt nach der Brücke ist eine kleine Kuppe und man sieht die Autos, die gefährlich schnell heranrasen - sicherer geht man unten unter der Brücke durch) und kann dann entweder rechts oder links der Ammer wandern. Beide Wege enden am Seeufer und führen nicht weiter.

Wir gehen in der Regel links, weil man da am Ende in einen kleinen Seeteil schauen kann, der von den Wasser- und Watvögeln gerne besucht wird. Vom linken Damm ist eine Kormorankolonie zu beobachten und auf den Wiesen gibt es immer Störche und Silberreiher.

Viel Spaß beim Winterwandern wünschen Mensch und Waschbär!

1964 02Psst! Ich verrate Euch ein Geheimnis! Die da ihre Puppe so fest drückt und ganz erstaunt auf den Gabentisch guckt, das ist mein Mensch!

Tja, lieber Waschbär, auch Menschen haben klein angefangen. Das ist 1964 in der Wohnung in der Martin-Luther-Straße. Umgezogen in das Haus in der Humboldtstraße sind wir erst zwei Jahre später. Man sieht die Dachgeschosswohnung - schräge Wände. Und man sieht, dass es keine Zentralheizung gab: mein Bruder Klaus und ich sind in dicke Pullover verpackt.

Ich habe noch Foto gefunden: schräge Wände, der gleiche Baum. Aber mein Mensch fehlt!

1956 Weihnachten 002Das ist 1956, da war von mir noch nicht die Rede. Meine Mutter hat meinen Bruder Klaus auf dem Arm.

Der Stolz meiner Mutter waren die silbernen  Kugeln am Weihnachtsbaum. Es gab zum einen Kugeln: ganz blanke und solche mit Schneestaub, geprägte und mit aufgedruckten Sternen. Außerdem silberne Walnüsse und Glocken. Jedes Jahr auf’s Neue wurden die Kugeln und Nüsse und Glocken wieder aus den  Verpackungen geholt. Der Weihnachtsbaumschmuck hat sich seit 1956 kaum verändert.

Da ist mein Mensch wieder: aber schon größer. Und sie hat irgendwas im Arm - aber keinen Waschbären!

1973 001Keine Eifersüchteleien, bitte!

Das ist 1973. Mittlerweile wohnen wir im Haus und ja, gewachsen sind wir beide auch, aber der Baumschmuck ist immer noch der Gleiche. Allerdings fehlt jetzt das Lametta und die echten Kerzen sind ersetzt durch elektrische. Noch vor wenigen Jahren wurde der Baum noch genauso geschmückt, fast 60 Ehejahre meiner Eltern hat der Schmuck überdauert.

Lametta war viele Jahre ein Muss. Es wurde Jahr für Jahr mühsam aus dem Baum geklaubt, so gut es ging, gebügelt und fein säuberlich wieder in der Verpackung versorgt. Bis zum nächsten Jahr … Irgendwann haben wir dann gestreikt, die Stanniol-Streifen aus den Zweigen zu friemeln war einfach zu mühsam. Geschenkpapier wurde übrigens genauso "recycled". Fein zusammengefaltet, gebügelt und weggelegt bis zum kommenden Weihnachtsfest. Daran sollte mal wieder anknüpfen.

Pia und Fiat_FBZurück zu 1964: Das schwarze Kissen auf dem Tisch ist ein Autokissen - ein Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Meine Mutter hat es bestickt mit Autokennzeichen und einem Auto drauf. Es wurde stolz in unserem roten 500er Fiat im Rückfenster präsentiert. Bis uns ein Depp 1966 den hübschen kleinen Wagen kaputtgefahren hat. Da war es dann leider für viele Jahre aus mit einem Auto.

Hinten rechts auf dem Weihnachtsfoto sieht noch man meinen Kaufladen. Ein Erbstück von einer Kusine, mein Glück war es, wenn er zu jedem Weihnachtsfest neu gefüllt wurde. Mit Puffreis, Marzipankartoffeln, vielen leeren Schächtelchen und Spielgeld. Von mir ging er dann ein paar Jahre später weiter an die nächste Generation Kusinen.

Fest im Arm habe ich mein Pummelchen (die gibt es immer noch), eine Babypuppe, die vermutlich neu eingekleidet wieder unterm Weihnachtsbaum saß. Auf wundersame Weise verschwanden Jahr für Jahr meine beiden Puppen in der Adventszeit und tauchten mit gestrickten Mäntelchen und Röckchen und Mützchen wieder auf. Die Engelchen waren fleißige Strickerinnen - unterstützt von Mutti und Oma.

Auf dem zweiten Foto sieht man den modernsten Teil unseres Haushaltes deutlicher: ein Radiogerät mit magischem Auge. Ein runder kleiner Leuchtschirm zeigte an, wie gut man den Radiosender getroffen hat: war der ganze Kreis mit Farbe gefüllt, hatte man genau die Frequenz getroffen und der Sender kam fast ohne Rauschen an. Je mehr es waberte oder je mehr schwarz war, desto schlechter war die Qualität. Für mich war das ein faszinierender Gegenstand und mit meinen drei, vier Jahren war ich sehr erpicht darauf, einen neuen Sender einstellen zu dürfen. Ich kannte auch die Tasten für Kurz-, Mittel- und Langwelle und habe ganz vorsichtig an den großen Knöpfen gedreht, bis das magische Auge mir angezeigt hat, dass ich den Sender getroffen habe.

Dieses Radio spielte eine ganz wichtige Rolle am Heiligen Abend. Wir hörten jedes Jahr Radio Norddeich mit den Weihnachtswünschen an die Seeleute in aller Welt. Heiligabend ohne Radio Norddeich wäre gewesen wie Heiligabend ohne Weihnachtsbaum - ging ja gar nicht. Wir waren sehr traurig als Radio Norddeich 1998 seinen Dienst eingestellt hat. Ich habe das sehr vermisst: “Radio Norddeich ruft Motorschiff ‘Gesine’ auf dem Weg nach Singapur!”

Was gab es zu Essen? Kleine Schnitzel und Frikadellchen, geräucherter Aal, Silberzwiebeln und eingelegte Gürkchen, Remoulade und Tomatenmark - angerichtet wie ein Buffett im Vier-Sterne-Hotel. Zumindest kam es mir sehr luxuriös vor. Es gab kleine Cocktail-Gäbelchen und silberfarbene Platten und Papierservietten und jeder durfte sich nehmen, was er wollte. Ein Luxus!

Dem Waschbär sei Dank für das Heraussuchen der alten Fotos.

20181215_113249Vor drei Wochen war sie noch ganz klein, die Blume. Und jetzt ist sie so viel großer als ich! Die wächst ja mit einem Affenzahn. Unten ist eine dicke Knolle und oben kommen ganz viele Blüten. Mein Mensch sagt, das ist ein Spargelgewächs.

Genau, die Amaryllis gehört zur Ordnung der Spargelartigen. So wie Orchideen und Iris, Krokusse und Freesien und natürlich der echte Spargel, den man im Frühsommer isst.

Botanisch geht leider hier ein bisschen was durcheinander. Das, was wir im Blumenhandel als “Amaryllis” kaufen heißt eigentlich “Ritterstern” und trägt den lateinischen Namen “Hippeastrum”. Das ist Griechisch und heißt das gleiche: hippeos ist der Ritter, astrum der Stern.

Kenn’ ich: Astronomie – die Sternenkunde.

Der Ritterstern kommt aus Südamerika, die echte und eigentliche Amaryllis aus Südafrika. Die echte Amaryllis heißt auch auf Lateinisch “Amaryllis”. Sie sehen sich aber recht ähnlich und so wird der Ritterstern nicht beleidigt sein, wenn man “Amaryllis” zu ihm sagt.20181215_113157

Die Amaryllis hat eine Zwiebel, so wie die Krokusse und Lilien auch – und unsere hat eine besonders dicke. Je dicker die Zwiebel, desto kräftiger die Blüte. Unsere hat gleich zwei Stiele getrieben mit jeweils vier Blüten, da kann sogar der Waschbär drin rumklettern.

Die Stiele sind hohl (bei der echten Amaryllis sind sie das nicht) und werden bis zu 80 cm hoch. Das ist aber nicht wünschenswert und darum sollte man die Zwiebel nicht so viel gießen, eigentlich gar nicht. Sie hat genug Wasser in sich und braucht keine Dusche. Je trockener sie steht, desto weniger schießen die Stiele nach oben. Je  niedriger der Stiel bleibt, desto weniger kippt er um; je höher der Stiel ist, desto eher landen die Blüten auf dem Fußboden.

Jede Blüte hat sechs Blütenblätter, rot oder rotgestreift oder weiß oder was es sonst für Züchtungen gibt. Wir mögen die knallroten und die rot-weiß-gestreiften am liebsten. Guckt man genau hin, sieht man, dass die Blütenblätter in zwei Kreisen zu je drei stehen – drei innere und drei äußere. Ganz lang guckt der Griffel mit der Narbe heraus, etwas tiefer im Innern sind die Staubgefäße.

20181127_182333Die Blätter sind ganz einfach, lang, schmal, grün. Und parallelnervig. Das ist bei Krokus und Orchidee auch so. Wenn Ihr gerade eine Orchidee zur Hand habt, dann vergleicht mal: alle Blattnerven laufen von oben nach unten und sind nicht verzweigt; der Weihnachtsstern oder ein Usambara-Veilchen oder was Ihr sonst gerade rumstehen habt hat Blätter, die “netznervig” sind. Ein Nerv in der Blattmitte und dann ein Gewirr von Nerven rundherum.

Daran unterscheidet man Einkeimblättrige – Maiglöckchen, Orchideen, Tulpen, Schneeglöckchen – von den Zweikeimblättrigen – Eichen, Geranien, Löwenzahn.

Ich kann ja zählen – und ich zähle hier ganz viele Blätter. Von wegen “Ein”-Keimblättrig.

Es heißt ja nicht Ein-Blättrig, mein lieber Waschbär. Sondern “Ein-Keim-Blättrig”. Wenn eine neue Pflanze entsteht, keimt sie mit einem Blättchen oder mit zwei. Stecke eine Eichel in den Blumentopf oder eine Buchecker, dann kommt irgendwann ein Pflänzchen mit zwei ersten Blättern; ein gerade geborenes Schneeglöckchen kommt mit einem Blatt auf die Welt und treibt dann später aus der Zwiebel viele Blätter aus.

Zwischen dem Waschbären-Foto mit den Blättern und dem auf der Blüte kraxelnden Waschbären liegen gerade mal zwei Wochen. So ein Ritterstern wächst mit enormer Geschwindigkeit.

Eines darf man nicht tun: reinbeißen. Der Ritterstern ist giftig. Überall. Allerdings sind meine Quellen etwas weit auseinander: einer schreibt, dass einen wenige Gramm ins Jenseits befördern, der andere schreibt von Brechreiz und Durchfall. Dazwischen liegen Welten … Aber grundsätzlich: man muss nicht in alles reinbeißen. Das geht besonders an den Waschbären!

Auch der Milchsaft, der aus den Stängeln reichlich heraustropft, wenn man sie abschneidet, sollte mit Vorsicht behandelt werden. Wer empfindlich ist, kann sich hier schnell Hautreizungen holen.

Waschbär und Mensch wünschen noch eine schöne Vorweihnachtswoche!

 

Alt oder neu - was denn nun? Jedenfalls haben die Frankfurter ihre Altstadt neu aufgebaut. Sechs Jahre haben sie gebaut und gebuddelt und jetzt sind sie fertig. Mensch, erklär doch mal, was die da gemacht haben!

Der Waschbär war zu Recht leicht verwirrt: neu aufgebaute Altstadt ist schon etwas kurios. Am Dom und hinter dem Römer ist eine Rekonstruktion der alten Altstadt neu entstanden. Historische Altstadthäuser mit Fachwerk und Schiefer hat man neu erstellt und sich dabei weitgehend an die alten Baumaterialien gehalten und die Fassaden - soweit bekannt - nachempfunden.

Von der Altstadt war nach dem Zweiten Weltkrieg nichts mehr übrig. Pulverisiert. In Schutt und  Asche gelegt. Was noch stand, fiel dann in den 1960er Jahren dem Straßenbau zum Opfer. Nur ganz wenig von der alten Bausubstanz blieb erhalten. Im Jahr 2012 hat man dann angefangen, 35 Häuser wieder aufzubauen. Steile Satteldächer wurden vorgeschrieben - so wie man früher halt auch gebaut hat.

Am Hühnermarkt, dem zentralen Platz der neugebauten Altstadt:

Hühnermarkt mit einem Eckhaus
Hühnermarkt mit einem Eckhaus

Die Büste auf dem Platz zeigt übrigens nicht Karl Marx sondern den Dichter und Schriftsteller Friedrich Stoltze. Er ist 1816 in Frankfurt am Main geboren und 1891 dort gestorben. Er setzte sich für die nationale Einheit Deutschlands und für die Demokratie ein. Heute kennt man ihn nicht mehr, aber zu Lebzeiten war der nach Goethe der bekannteste Frankfurter.  

Die “Goldene Waage” baute der Niederländer Abraham van Hamel 1618. Es war ein Kaufmannshaus mit einem Kontor im Erdgeschoss und den Wohnräumen des Kaufherren in den Obergeschossen. Der aufwändige Fassadenschmuck wurde getreu den alten Bildern nachempfunden und es sollen im Innern auch die Stuckdecken wieder so sein wie früher.

Blick auf das Obergeschoss der "Goldenen Waage"
Das Obergeschoss der "Goldenen Waage"

 

Sogar die U-Bahn ist in einem Altbau:

U-Bahn-Eingang in einem der rekonstruierten Altbauten
U-Bahn-Eingang

Und hier treffen sich Alt und Neu: Blick von der neuen Altstadt in Richtung Römer mit den Hochhäusern des modernen Frankfurt im Hintergrund.

Alte Häuser, Weihnachtsmarkt und im Hintergrund Hochhäuser
Blick über den Weihnachtsmarkt

Ich mache eine Zeitreise: So hat Frankfurt mal angefangen. An der Furt der Franken gab es eine Kaiserpfalz, in der hat Karl der Große übernachtet und später Ludwig der Deutsche. Sieht doch cool aus!

Waschbär vor dem Panoramabild der Frankfurter Kaiserpfalz von ca. 860
Panoramabild der Frankfurter Kaiserpfalz von ca. 860

Der Waschbär hat sich heute in Frankfurt zwischen Frankfurter Dom und der Schirn die neue Ausstellungshalle über die Frankfurter Kaiserpfalz angeguckt und war mächtig beeindruckt.

Waschbär vor Mauerresten der Kaiserpfalz
Mauerreste der Kaiserpfalz

Merowinger und Karolinger haben zwischen 500 und 900 nach Christus viele solcher Pfalzen in ihrem Reich erbaut. Eine Pfalz ist ein Stützpunkt für den reisenden König oder Kaiser gewesen; das Wort geht wahrscheinlich auf das lateinische “palatium” für “Palast” zurück. Pfalzen wurden in den Abständen angelegt, die man zu Pferde an einem Tag zurücklegen konnte - rund 30 km.

Als Karl der Große im Jahr 793 nach Frankfurt kam, um das Osterfest zu feiern, gab es allerdings nur einen Königshof. Das war noch wesentlich kleiner, bloß ein Wirtschaftshof und eine (vermutlich eher spartanische) Unterkunft. Erst sein Sohn, Ludwig der Fromme, hat ab 820 die Pfalz zu Frankfurt bauen lassen, wie sie oben zu sehen ist. Auch Karls Enkel, Ludwig der Deutsche, baute weiter an der Pfalz und fügte die Basilika hinzu, die unmittelbar an den heutigen Dom angrenzte.

Blick in das römische Rundbad von 76
Römisches Rundbad von 76

Von diesen Pfalz-Bauten kann man in der Ausstellungshalle noch dicke Mauerreste bewundern. Aber auch aus der Römerzeit sind auf dem gleichen Areal noch Funde erhalten: ein Rundbad aus dem Jahr 76!

Die Ausstellungshalle ist frei zugänglich, es kostet keinen Eintritt. Die Halle ist großzügig überdacht und mit guten Informationen bestückt. Es gibt Schautafeln und viele Erklärungen. Der Besuch lohnt sich.