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Moin!

Ein Wort reicht für den ganzen Tag. Man sagt “Moin” am Morgen, am Mittag, am Abend. “Moin” sagt man, wenn man in ein Geschäft kommt oder wenn man einen Nachbarn auf der Straße trifft. Mit “Moin” meldet sich die Zahnarzthelferin am Telefon und “Moin” ruft einem der Postbote zu. “Moin” ist universell, geht immer, passt immer.

Man sagt NICHT “Guten Moin”. Damit outet man sich sofort als Tourist. Das ist schlimm, ganz schlimm, schlimmer als schlimm. Damit treibt man den Puls der Einheimischen auf 140 und das will was heißen.

Ganz gut ist es, wenn man “Mooojiiiin” sagt. Schön langgezogen mit deutlich hörbarem “j”. Mittelgut ist das kurze “Moin”. Auch hier sollte das “j” hörbar sein. Schlecht ist “Mo-in”. Ganz schlecht ist “Moin Moin”. Und wie gesagt, schlechter als schlecht ist “Guten Moin”.

Woher “Moin” kommt, ist ungewiss. Vom Niederdeutschen und Friesischen “moi” für “schön” könnte es hergeleitet sein, aber auch das naheliegende “morjen” für “morgen” ist eine Möglichkeit. Die Fachleute streiten noch.

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